Welche Magnesiumform solltest du supplementieren

Um die richtige Wirkung von Magnesium zu erzielen, ist die individuell benötigte Form essentiell wichtig. Möchtest du wissen, welche Magnesiumform für dich die Richtige ist?

Es gibt sehr viele verschiedene Formen von Magnesium, die verschiedene Wirkungen erzielen können. Wenn du also Magnesium supplementieren möchtest, solltest du vorher herausfinden, welche Form für dich geeignet ist.
Erstmal solltest du wissen, ob ein Magnesiummangel bei dir vorliegt. Das verrät dir dein Magnesium-Wert im Vollblut. Hierzu sollte jedoch gesagt sein, dass die meisten Menschen einen Magnesiummangel haben, beispielsweise aufgrund der Einnahme der Pille, aufgrund von Schwermetallbelastungen in der Umwelt sowie durch chronischem Stress. Deshalb ist es bei Magnesium nicht zwingend notwendig, den Bedarf im Blut abzuklären, da du grundsätzlich von einem Mangel ausgehen kannst.
Da Magnesium für sehr viele Funktionen im Körper zuständig ist, sollte die Form gewählt werden, die zu deinem individuellen Problem passt.

 

Welche verschiedenen Magnesiumformen gibt es?

Zu den verschiedenen Formen von Magnesiumverbindungen gehören beispielsweise Magnesiumbisglycinat, -taurat, -citrat, -malat, -threonat, oder -oxid.
Bei den verschiedenen Formen sind also immer verschiedene Stoffe an das elementare Magnesium gebunden. Dieses Substrat beeinflusst, an welche Stelle das Magnesium im Körper transportiert wird.
Meine Empfehlung ist, Magnesiumoxid nicht zu verwenden. Denn es ist zwar meist preisgünstig, jedoch funktioniert die Aufnahme sehr schlecht und auch die Funktionalität im Körper ist nicht gut.
Die zwei Formen Magnesiumbisglycinat und -citrat werden grundsätzlich am besten vom Körper aufgenommen und verfügen über das beste Preis-Leistungsverhältnis.
Magnesiumtaurat ist empfehlenswert, wenn es um die Nierenfunktion, eine Gallensäurenstörung oder die Fettverstoffwechslung geht. Auch bei der Normalisierung des Herzrhythmus kann diese Magnesiumform sehr gut unterstützen.
Magnesiummalat kann beim Energiestoffwechsel besonders gut helfen, was sich auch positiv auf deine Schlafqualität auswirken kann.
Magnesiumthreonat ist nachweislich das, was sich am meisten auf das neuronale System im Körper auswirken kann, weshalb auch diese Magnesiumform den Schlaf unterstützen kann.

 

Was empfehle ich dir?

Ich empfehle daher entweder eine sehr gezielte Supplementation, angepasst an deine Beschwerden. Oder die Einnahme eines Kombipräparates, in dem mehrere Magnesiumformen enthalten sind.
Bei der Dosierung empfehle ich 300 mg elementares Magnesium. Achte hier jedoch darauf, dass elementares Magnesium nicht die Menge der Magnesiumform ist, sondern wirklich nur das enthaltene elementare Magnesium. Diese Menge sollte jedoch auch bei jedem Produkt nachlesbar sein.
Als Hilfestellung kannst du dir merken: Die Magnesiumverbindungen sind in der Regel 10fach so hoch wie das elementare Magnesium. Wenn du also 3.000 mg Magnesium-Verbindungen hast, sind dies etwa 300 mg elementares Magnesium.
Wenn du zu viel Magnesium einnimmst, können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Solltest du dies bemerken, empfehle ich dir eine geringere Dosierung.
Wenn du die Infos zu den verschiedenen Magnesiumformen nochmal auf der Tonspur anhören möchtest, schau gerne in mein Youtube-Video dazu rein:

 

Thiemo Osterhaus

Thiemo Osterhaus

Thiemo Osterhaus ist Mediziner & Gesundheits-Coach. Neben seiner schulmedizinischen Laufbahn ist er Experte für funktionelle Medizin und beschäftigt sich auf diesem Gebiet viel mit dem Themenschwerpunkt der chronischen Erkrankungen und der Verbesserung der persönlichen Anpassungsfähigkeit.

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